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#StayAtHome und #WirBleibenZuhause auch im Job: Suchanfragen nach “Homeoffice” nehmen zu


Die Coronavirus-Krise verändert die Arbeitswelt, mehr Jobinteressent*innen suchen nach Jobs mit der Option Homeoffice.

Wichtigste Ergebnisse:

  • Seit Beginn der Coronavirus-Krise ist der Anteil von Suchanfragen nach “Homeoffice” auf Indeed um 111 % gestiegen.
  • Das Interesse von Jobsuchenden, von zu Hause zu arbeiten, hat nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern stark zugenommen. 

Wer in Zeiten der COVID-19-Pandemie zu Hause arbeiten kann, ist privilegiert. In einer Vielzahl von Berufen ist dies nicht möglich: Seien es Jobs im Gesundheitswesen, im Lebensmitteleinzelhandel, bei der Müllabfuhr, dem öffentlichen Nahverkehr und viele mehr. Es gibt aber eine Vielzahl von Berufen, in denen Homeoffice theoretisch möglich ist. Ich sage theoretisch, da der Arbeitgeber natürlich damit einverstanden sein muss und die Infrastruktur zur Verfügung stehen muss. Auf solche Berufe, in denen man (theoretisch) zu Hause arbeiten kann, möchte ich näher eingehen.

Die in den sozialen Medien kursierenden Hashtags #StayAtHome und #WirBleibenZuHause beschreiben gerade sehr gut, was die Menschen im Privaten umtreibt – was sie aber auch im Beruflichen versuchen umzusetzen. Diese Entwicklung können wir ebenfalls im Suchverhalten auf Indeed beobachten. Unsere Daten ermöglichen es uns, die topaktuelle Lage darzustellen. Mit der Zuspitzung der COVID-19-Krise sind die Suchen nach Jobs mit der Möglichkeit, zu Hause zu arbeiten, sprunghaft angestiegen.  

Die Suchanfragen auf Indeed nach “Homeoffice”, “Heimarbeit” oder “von zu Hause arbeiten” (und all ihre verschiedenen Schreibweisen) haben sich seit Anfang Februar mit einem Plus von 111 % mehr als verdoppelt. Ihren bisher höchsten Anteil hatten Suchanfragen nach “Homeoffice” am 22. März mit 1,4 % aller Suchanfragen auf Indeed. Hierbei handelt es sich um keine spezifisch deutsche Entwicklung, sondern auch in anderen Ländern suchen Jobinteressent*innen vermehrt auf Indeed nach Jobs mit der Option Homeoffice.

Das Liniendiagramm zeigt den prozentualen Anteil aller Suchanfragen auf Indeed für 2020 vom 1. Januar bis 22. März. Ab 11. März mit Erklärung der Pandemie ist ein deutlicher Anstieg der Suchen nach Homeoffice-Jobs erkennbar.

Wie sich die Nachfrage nach Jobs mit Homeoffice-Option entwickelt, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Was auf jeden Fall heute schon deutlich wird: Es ist entscheidend für Unternehmen, flexible Arbeitsorte anzubieten. Nicht nur aus Gründen wie der Flexibilität bei der Kinderbetreuung oder der Pflege kranker Angehöriger – auch in Extremsituationen wie der aktuellen COVID-19-Pandemie wird so Mitarbeiter*innen ein nahezu normales Weiterarbeiten vom heimischen Schreibtisch aus ermöglicht, ohne sie gesundheitlichen Risiken auszusetzen.   

Die bislang in vielen Unternehmen herrschende Präsenzkultur könnte durch die COVID-19-Pandemie aufgebrochen werden. Das Vertrauen in die Mitarbeiter*innen, auch im Homeoffice effektiv zu arbeiten, kann sich nun beweisen und wird hoffentlich dazu führen, die Arbeitswelt nach der Coronavirus-Krise flexibler zu gestalten. Wir werden die Entwicklungen beobachten und auch schauen, ob Arbeitgeber mehr Jobs mit der Option Homeoffice anbieten.