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Krieg in der Ukraine beeinflusst Jobwachstum in Deutschland bisher nicht


Im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Krise haben Stellenausschreibungen auf Indeed Deutschland um 51,3 Prozent zugenommen (Stand: 18. März 2022).

Die Stellenausschreibungen auf Indeed sind ein Echtzeitmaß für die Aktivität auf dem Arbeitsmarkt. Unser Indeed-Job-Index zeigt, wie sich Stellenausschreibungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie entwickeln. Ein internationaler Vergleich kann dabei jederzeit in unserer interaktiven Grafik nachverfolgt werden.

Durch die Aktualität der Indeed-Daten können wir nicht nur zeigen, wie die Covid-19 Pandemie den Arbeitsmarkt verändert, sondern auch mögliche Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf den Arbeitsmarkt analysieren. Am 18. März 2022 lag die Zahl der Stellenausschreibungen in Deutschland um 51,3 % über dem Stand vom 01. Februar 2020, dem Ausgangswert vor der Pandemie. 

Die veränderte geopolitische Lage kann Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und damit auch auf den deutschen Arbeitsmarkt haben. Das Ende von Handelsbeziehungen mit Russland, Lieferengpässe oder auch Teuerungen durch zum Beispiel steigende Energiepreise, können Unternehmen in ihrem Business beeinflussen. Ob dies nun Auswirkungen auf die Ausschreibungen von Stellenanzeigen hat ist nicht nur branchenspezifisch, sondern auch unternehmensspezifisch und hängt u.a. davon ob, wie langfristig die Auswirkungen auf das Business eingeschätzt werden und wie relevant diese Einschränkungen sind. 

Der Indeed-Job-Index zeigt, dass insgesamt in Deutschland Unternehmen weiterhin sehr optimistisch sind und eine sehr starke Nachfrage nach Arbeitskräften haben. Anfang März (08.03.2022) hat es so viele Stellenausschreibungen auf Indeed gegeben wie noch nie: 52,6 % mehr Stellenausschreibungen im Vergleich zu vor Beginn der Pandemie. Den leichten Rückgang, den wir in den letzten Tagen beobachten können, sollten wir zum aktuellen Zeitpunkt nur mit Vorsicht als direkte oder indirekte Auswirkungen des Krieges in der Ukraine interpretieren. Denn Deutschland ist von so hohen Inzidenzen geprägt wie noch nie seit Beginn der Pandemie, was zu vielen Krankheitsausfällen führt. Diese Krankheitsausfälle können auch HR-Abteilungen treffen, wenn nicht mehr im Homeoffice gearbeitet wird und dementsprechend kommt es zu einer Verzögerung bei der Ausschreibung von Stellenanzeigen. 

Methodische Hinweise

Alle verwendeten Daten sind die prozentuale Veränderung der saisonbereinigten Stellenausschreibungen seit dem 01. Februar 2020 unter Verwendung eines gleitenden Durchschnitts über 7 Tage. Der 01. Februar 2020 stellt unseren Basiswert von vor der Pandemie dar. Wir bereinigen jede Zeitreihe saisonal, basierend auf historischen Mustern in den Jahren 2017, 2018 und 2019. Jede Zeitreihe, einschließlich des nationalen Trends, der Berufsgruppen und der subnationalen Geografien, wird separat saisonal bereinigt. Wir haben diese neue Methodik im Januar 2021 eingeführt. Die Daten für den 24. bis 30. Juni 2021 und den 27. bis 28. Januar 2022 fehlen und wurden interpoliert.

Die Zahl der Stellenausschreibungen auf Indeed.com, unabhängig davon, ob es sich um bezahlte oder unbezahlte Stellenausschreibungen handelt, ist kein Indikator für potenzielle Einnahmen oder Erträge von Indeed, das einen bedeutenden Prozentsatz des HR-Technologie-Segments seiner Muttergesellschaft Recruit Holdings Co., Ltd. umfasst. Die Zahl der Stellenausschreibungen wird nur zu Informationszwecken zur Verfügung gestellt und sollte nicht als Indikator für die Leistung von Indeed oder Recruit angesehen werden. Weitere Informationen über die Umsatzerlöse des HR-Technologie-Segments von Recruit finden Sie auf der Investor-Relations-Website von Recruit Holdings und in den Finanzberichten in Japan.