Coronavirus

Covid-19-Krise: Indeed-Job-Index mit neuen Daten bis zum 24. April


Derzeit liegt die Entwicklung der Stellenausschreibungen um 21,7% niedriger als im Vorjahr.

Der Indeed-Job-Index wird regelmäßig aktualisiert, um die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den deutschen Arbeitsmarkt topaktuell zu betrachten.

Die Coronavirus-Pandemie hat einen erheblichen Einfluss auf den Arbeitsmarkt. Die Entwicklung der Stellenausschreibungen als Echtzeit-Maß für die Auswirkungen der Covid-19-Krise auf den Arbeitsmarkt liegt zum 24. April um 21,7 % niedriger als 2019. Damit steht Deutschland besser da als viele andere Länder.

Indeed-Job-Index: Rückgang der Stellenausschreibungen verlangsamt sich

Der Arbeitsmarkt hat bereits zu Beginn des Jahres etwas geschwächelt und dann kam die Corona-Krise. Das Robert Koch-Institut hat Mitte März das Risiko für die deutsche Bevölkerung als “hoch” eingestuft und die Politik reagierte mit den ersten Maßnahmen. Das ist genau der Zeitpunkt, zu dem Stellenausschreibungen begonnen haben, sehr stark zurückzugehen. Am 15. März lag die Entwicklung der Stellenausschreibungen bei -2,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang der Stellenausschreibungen beschleunigte sich bis Anfang April zunächst mit -5,1 % am 20. März, -10,2 % am 27. März und -14,0 % am 03. April. Seit Anfang April hat sich der Rückgang der Stellenausschreibungen etwas verlangsamt mit -17 % am 17. April und -21,7 % am 24. April.

Nicht alle Wirtschaftsbereiche sind gleichermaßen betroffen

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie unterscheiden sich erheblich zwischen den Wirtschaftsbereichen, sind aber durchweg in allen Bereichen anzutreffen. Unternehmen sind Mitte März in eine Schockstarre gefallen, was sich in einem unterschiedlich starken Rückgang der Stellenausschreibungen geäußert hat. Einige Wirtschaftsbereiche scheinen aus dieser Schockstarre aktuell wieder erwacht zu sein.

Ein überdurchschnittlicher Rückgang der Stellenausschreibungen lässt sich insbesondere in den von den Eindämmungsmaßnahmen besonders betroffenen Bereichen beobachten. Der Einzelhandel ist hier eine Ausnahme und hat von der Lebensmittelsparte stark profitiert.

Selbst Bereiche, die einen großen Bedarf an Fachkräften aufweisen, wie die Gesundheits- und Krankenpflege, lassen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie erkennen, auch wenn diese unterdurchschnittlich ausfallen.  

Deutschland steht besser da als viele andere Länder

Ein Blick über den Tellerrand zeigt, dass in Deutschland die Zahl der Stellenausschreibungen weniger stark abgenommen hat als in vielen anderen Ländern. Gründe, warum die Unterschiede zwischen den Ländern so groß ausfallen, sind vielfältig. Ein Erklärungsfaktor unter vielen ist sicherlich, dass Länder zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedliche Maßnahmen ergriffen haben, die das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben beeinflussen. Eine Indeed-Analyse hat einen Zusammenhang beobachtet, der zeigt, dass je höher der Anteil der Beschäftigten ist, die in Jobs mit theoretischem Homeoffice-Potenzial arbeiten, desto niedriger fällt der Rückgang bei den Stellenausschreibungen aus.

Neue Stellenausschreibungen: Rückgang verlangsamt sich auch hier

Neue Stellenausschreibungen, die erst vor 7 Tagen oder neuer geschaltet wurden, sind bis zum 24. April um 28,8 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Wie auch bei der Entwicklung der Stellenausschreibungen insgesamt, zeigt sich auch bei den neuen Stellenausschreibungen, dass sich der Rückgang seit Anfang April verlangsamt hat. Im internationalen Vergleich fällt auf, dass Deutschland bei neuen Stellenausschreibungen ebenfalls einen niedrigeren Rückgang zu verzeichnen hat als viele andere Länder. Die Entwicklung neuer Stellenausschreibungen ist volatiler als die Betrachtung aller Stellenausschreibungen und könnte daher auch steigen, wenn der insgesamte Trend nach unten zeigt.

Wir aktualisieren diese Daten regelmäßig. 

Methodische Hinweise

Um die aktuellen Covid-19-Entwicklungen auf den Arbeitsmarkt zu untersuchen, vergleichen wir die Entwicklungen der Online-Stellenanzeigen auf Indeed diesen Jahres seit Anfang Februar mit den Entwicklungen des letzten Jahres im gleichen Zeitraum. Für jeden Tag wird ein gleitender Durchschnitt über 7 Tage berechnet. Dabei dient der 01. Februar als Basiswert (01. Februar = 100). Für neue Stellenausschreibungen nutzen wir ebenfalls diese Methode. Die zugrunde liegende Messgröße ist die Zahl der Stellenausschreibungen, die seit 7 Tagen oder kürzer auf Indeed zu finden ist. An einigen Stellen sprechen wir von der “%-Veränderung 2020 vs. 2019”. Hierfür berechnen wir die prozentuale Veränderung der Stellenzuwachsrate seit dem 01. Februar im Vergleich zum gleichen Datum des Vorjahres.

Wir haben den 01. Februar als Basiswert definiert, da zu dieser Zeit das Coronavirus in Deutschland mit wenigen Ausnahmen noch nicht angekommen war. Erst in der Woche vom 24. Februar wurden zwei Fälle in Heinsberg bekannt, sodass wir die Entwicklungen vor der Coronavirus-Pandemie mit den Entwicklungen während der Coronavirus-Pandemie vergleichen können. Neue Stellenausschreibungen definieren wir als solche Stellen, die seit 7 Tagen oder kürzer auf Indeed auffindbar sind.

Informationen, die auf öffentlich zugänglichen Daten der Indeed Deutschland Website (und ggf. anderen genannten Ländern) basieren, sind keine Vorhersagen zukünftiger Ereignisse und umfassen sowohl bezahlte als auch unbezahlte Stellenausschreibungen.

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